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Kat Frankie > Singer/Songwriter
14/03/2018 - Leipzig - UT Connewitz
Performing Artists:

Kat Frankie
Bedroomdisco, ByteFM, event. Magazin & kulturnews, Gastspielreisen und Kreuzer präsentieren:

KAT FRANKIE – BAD BEHAVIOUR 2018

Sie mag es „messy“, sagt Kat Frankie: unaufgeräumt, wimmelnd, überbordendund reich; und so verschwenderisch vielfältigklingt auch ihre Musik. Keine Frage, Kat Frankie schreibt die kunstvollstenSongs, die man im hiesigen Pop derzeit findet: rhythmisch komplex wie derkomplizierteste R’n’B, mit himmlisch vertrackten Gesangsharmonien wie ausden ältesten Schulen des Doo Wop und Folk. Doch wirkt dasalles – und das ist vielleicht das Tollste daran – niemals überladenoder konstruiert. Denn Kat Frankie singt auch die schönsten und unmittelbar eingängigsten Melodien, die man sich wünschen kann; und sie singt das alles mit einer Stimme,die so klar und zugleich aufregend rätselhaftist, so beeindruckend reif und zugleich lockend keck, dass sie einem schon nachder ersten Strophe nicht mehr aus dem Kopf gehen will.

Kat Frankie kommt aus Sydney, aberals Musikerin trat sie erstmals in Berlin in Erscheinung. Seit 2004 lebt sie inder deutschen Hauptstadt und hat hier bislang drei Alben herausgebracht. Zunächst waren sie vom melancholischen Tonfall desintrovertierten Songwriter-Pop geprägt, „aber ich wollte niemals nur das traurige Mädchen an der Gitarre sein“, sagt Kat Frankie heute rückblickend. Das war sie auch nie, nicht zuletzt wegenihrer zahlreichen Seitenprojekte. So spielte sie die Gitarre in der Begleitbandvon Olli Schulz, komponierte mit Get Well Soon die Titelmelodie für die Talkshow „Schulzund Böhmermann“ und trat 2016 in dem Duo Keøma beim Vorentscheid fürden Eurovision Song Contest an.

Die dunkelbunte Welt derSongwriter-Musik und die helle, manchmal grelle Welt des Mainstream Pop – für Kat Frankie schließen sie einander nicht aus, „alles, was ich tue“, sagtsie, „bringt mich weiter; ich will niemals aufhören zu lernen“. „Bad Behaviour“ heißt ihr neues Album, das im Februar 2018 erscheint; mankann darauf sämtliche Qualitätenihrer Musik wiederfinden. Und merkt doch zugleich, wie Kat Frankie erneut einenSchritt weitergegangen ist: So furchtlos und virtuos hat sie die „dunklen“ unddie „hellen“ Seiten ihrer Musik nochniemals ineinander verspiegelt; so viele Überraschungengab es bei ihr noch nie zu hören: Huch, was ist denn das für ein Rhythmus? Wo kommt dieses irre Power Riff her?Und diesen strahlenden kalifornischen Hippie-Chor, der da im Hintergrundjubiliert –hat sie den wirklich ganz allein miteiner Loop Station eingesungen?

Hat sie, denn Kat Frankie kannalles, was man können muss, um Hörerinnen und Hörer zufesseln –und sie kann und will noch viel mehr. ZumBeispiel: sich öffnen und sich in ein neues Verhältnis zu ihren Songs setzen. „Bad Behaviour“ ist nämlich nicht nur kunstvoll, sondern auch höchst intim: So nah wie in diesen neuen Liedern sindwir der Künstlerin noch nie gekommen; und immer findet sich inihren Introspektionen auch ein Blick nach außen, aufdie Welt im Ganzen; auf jenes Politische, das sich allein im Privaten zeigt. „Bad Behaviour“ istein großes, grenzensprengendes Werk, das zeigt sich schon amTitelstück, das am 

8. September seine Premierefeiert: ein Höhepunkt im Schaffen einer außergewöhnlichen Künstlerin; ein Album, das uns noch lange beschäftigen wird.

(Jens Balzer)

Foto: Sabrina Theissen

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