Email
Password
 
 
 
your language   DE | EN
 
 
The Builders And The Butchers >
25/05/2017 - 25/05/2017 - Oberhausen - Druckluft
Performing Artists:

Die Welt ist ein Pulverfass. Wer hälteigentlich das Streichholz? Die Antwort darauf haben The Builders And TheButchers auf ihrer neuen Platte nicht, dafür lotet das Quintett ausPortland/Oregon auf den elf Songs von „The Spark“ den schmalen Grat zwischen Funkeund Flächenbrand aufs Spannendste aus. Dass sich das auf so vielen Ebenen alsso viel ergiebiger erweist, ist dabei nicht nur der aktuellen politischenSituation in ihrem Heimatland geschuldet.

Ihremusikalischen Anfänge machte die ursprünglich aus dem harschen Alaska stammendeFormation um Frontmann Ryan Sollee als „Funeral Band“ in den Straßen Portlands.Nur konsequent also, dass sie sich eher in den dunklen Ecken der Populärmusikeingerichtet haben. Thematisch und textlich bleiben sie dabei traditionell gernmetaphorisch bis ominös. Nur eines ist meist gewiss, es sieht nicht gut aus.Auch auf ihrem fünften Album gibt es wieder reichlich von Tod und Teufel, ausFeldern werden Friedhöfe, und über allem schweben Sünde und Verdammnis. Jedochwären sie nicht The Builders And The Butchers, die die Ambivalenz schon imBandnamen tragen, würden sie das eindimensional angehen.

Ihre düster bis morbiden Geschichtenverpacken sie in eine stimmungsvolle und facettenreiche Soundwelt zwischenFolk, Rock, Blues und Bluegrass. In Sachen Instrumentierung schöpfen sie dabeiaus dem reichen Arsenal, das die Genres ihnen bieten, ohne sich je ganz dengängigen Konventionen zu beugen. Bei ihnen hat stets alles genau seinen Platzund seine Zeit im organischen Gefüge. Das Gitarrengerüst mal zornig, malzärtlich, dazwischen ein intimes Piano, dann wieder die opulente Orgel.Mandoline und Banjo hauchen dem ganzen seine folkige Seele ein und dazu derewig variierende Herzschlag aus Drums und Percussion. Darüber liegt RyanSollees einnehmende Stimme, die mit ihrem stetigen Flackern alleszusammenschweißt - immer auf halbem Weg zwischen dunkler Vorahnung und dernötigen Portion Trotzigkeit.

So ruht „The Spark“ auf gewohnt starkem Fundament, ist aber von mehrmusikalischen Stimmungswechseln geprägt als seine vier Vorgänger. Derzweiteilige Auftakt „All Turn to Fire“, der im ersten Part Erinnerungen an TrueDetective lebendig werden lässt, geht quasi nahtlos über in ein dystopischesWiegenlied auf die Welt, nur um dann mit einem gut eineinhalb Minuten langenGitarrensolo ungemein versöhnlich zu
beschließen.Die fetzige Folk-Rock-Nummer „Older Than Sin“, das stampfend treibende „NoGrave“, dem die Mandoline dann doch ans Tageslicht hilft und der wohlig warmeMariachi-Vibe von „Edge of A Knife“ spannen den Bogen geschmeidig weiter biszum notorisch denkwürdigen, epischen Finale.
Istvielleicht doch nicht alles so fatalistisch wie gedacht? Vom Pulverfass zumHoffnungsfunken? The Builders And The Butchers schicken uns weiterhinkunstfertig durch ein Wechselbad der Gefühle. Sie fesseln und fordern, machenuns Angst und spenden Trost. Ihre Musik ist am Ende wie das oft erwähnte Feuer,und wie das Leben selbst: Es brennt und es wärmt.
Order tickets  Get Information on Tickets
 

Konzertkarte

 x 
Konzertkarte
 
13.20 €