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ROOSEVELT > Electropop
06/04/2017 - Ulm - Roxy gGmbH
Performing Artists:

Roosevelt
Der Guardian lobt ihn, Pitchforkliebt ihn, Hypemachine hypt ihn
und die beste Electro Pop Band nachden Pet Shop Boys (Hot
Chip) haben ihn sogar auf ihremLabel Greco-Roman unter
Vertrag genommen. So richtig wussteRoosevelt (im richtigen
Leben Marius Lauber, 25 Jahre alt)nicht, ob er seine Disco
House Tracks, die er eigentlich eherso aus Spaß ins Netz
stellte, wirklich kommerziellrausbringen will. An eine Karriere
dachte er sowieso nicht. Inzwischenhaben seine genialen Club
Pop Hymnen wie „Sea“, „Hold On“ und „Night Moves“ über 10
Millionen Plays auf Spotify,Youtube, Soundcloud
etc. zusammengesammelt und Roosevelthat sich ohne Album
und ohne große Presse undMarketingmaschine als einer der
vielversprechendsten neuen deutschenActs etabliert. Einer der
wenigen mit internationalem Formatohnehin.
„The German producer whose listless disco could be from
Manchester, LA, Ontario, even outer space." The Guardian
Am 19. August erscheint endlich dasselbstbetitelte Debütalbum
und in großer Pop Tradition ist erauch noch vorne drauf zu
sehen. Wir finden das gehört sichso, das war bei Prince und
Bowie ja auch nicht anders. Dieseserstaunliche Debüt bietet
viele hyperbewegliche sowie vorwärtsdrängelnde, dabei
paradoxerweise trotzdemtiefenentspannte Popsongs an, die
bei aller Euphorie immer auch einHauch von Melancholie
umweht, ohne aber jemals inWehleidigkeit zu verfallen. Ein
kluges, informiertes Album, dasKraft aus der Vergangenheit
schöpft und auf den Schultern vonGiganten den Blick nach
vorne wagt. Ein mitreißendes,elektronisches Popwunder, das
sich von dem Club Sound seinerfrühen Tage emanzipiert und
fernab von gängigen Sounds undTrends ein ganz eigenes
Popuniversum geschaffen hat. Überden Zeitraum von zwei
Jahren hat Marius alles selbergeschrieben, aufgenommen und
produziert, abgemischt wurde es vonChris Coady (Future
Islands / Beach House / TV On TheRadio).
Es hat uns erst mal ein wenig sprachlosgemacht, wie ein
einzelner Musiker in so jungenJahren schon so ungemein
abgeklärt produzieren und soinspiriert arrangieren kann. Wie
kann einer so jung sein und schon sotreffend und
geschmackssicher wissen, wann maneinen Song am besten
„aufmacht" und wann man ihnbesser „zulässt"?
Fever“ zum Beispiel istso simpel, glasklar und voller
Emotionen und Leidenschaft, das mussman nicht nur können,
das muss man sich erst einmaltrauen. Die berühmte große
Geste wirkt ja meistens eher nur bemüht, aber auf diesem
Album stimmt einfach alles.
Es glitzert und glamt auf derrichtigen Seite der Siebziger
(Westcoast!) und der Achtziger(England!) und das alles ohne in
Nostalgie zu verfallen dennzusammengehalten wird alles von
hochmodernen Rhythmus-Gerüsten. Esist tatsächlich auch
aufgebaut wie ein DJ Set, die Jahreals jüngster Resident DJ bei
Kölns einzig guter Techno Party"Total Confusion" haben ihre
Spuren hinterlassen. Dabei feiertRoosevelts rauschender
Disco-Pop ausnahmsweise mal nichtdem neverending Exzess
des Clubs, sondern lässt seinerBewunderung für klassischen
Pop Eskapismus freien Lauf.
“Merging warm beats, hypnotic psychedelia, and streamlined
pop songwriting, Roosevelt makes dance music that balances
outright escapism with wistful melancholy.” Pitchfork
Marius Lauber will den Pop nichtretten, das wird dieses Album
aber dieses Jahr unweigerlich tun,ob er will oder nicht.
Roosevelt schafft in besterTradition eine wunderbare 47
Minuten Karenz aus maximaler Wonnemit einer Prise
Schwermut. „Dancing helps relieve the pain, soothes your mind,
makes you happy again,“ meinten schon Chic in ihrem Hit
„Everybody Dance“ und in dieser Maxime hat sich auch
Roosevelt verschrieben und am Endeist es doch eine
verklausulierte „Coming Of Age“ Geschichte, denn letztendlich
geht es bei allen großen Pop Albendoch immer um viel mehr
als nur die oberflächliche Realitätsflucht.
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